| Die Qual der (Reifen-) Wahl |
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Hallo Piloten und Homepageleser, in diesem Artikel will ich ein paar Erfahrungsberichte über die verschieden Reifen und deren Vor- und Nachteile zusammentragen. Klar ist die Reifenwahl stark vom Fahrkönnen, den persönlichen Vorlieben usw. geprägt. Dennoch sollte man gerade im Downhill/Freeride und Endurobereich sich etwas mit dem Thema beschäftigen, denn der passende Reifen kann im Wettkampf über Sieg und Niederlage entscheiden, aber auch einfach den Fahrspaß je nach Bedingung steigern. Generell gibt es drei Arten von Reifen:
+ guter Grip im Trockenen und glattem St + weniger Rollwiderstand - kein guter Kurvenhalt bei Nässe - schlechte Selbstreinigung Typische Vertreter sind z.B. Maxxis Minion oder Schwalbe Big Betty
+ guter Grip auf losen und nassen Böden + gute Selbstreinigung - höherer Rollwiderstand - schlechterer Halt im Trockenen Typische Vertreter sind z.B. Maxxis Swampthing oder Schwalbe Muddy Marry
+ Grip im tiefsten Morast/Schnee + spitzen Selbstreinigung - extrem hoher Rollwiderstand - auf Stein und/oder Wurzeln können Stollen wegknicken Typische Vertreter sind Maxxis Wetscream oder Schwalbe Dirty Dan
Welchen Reifen man jetzt verwendet, muß jeder für sich entscheiden bzw. der Geldbeutel. Denn Reifen sind nicht gerade billig (ca. 30 – 50 € St.). Ich persönlich habe festgestellt, daß ein Satz Reifen jeder Gattung zu haben billiger ist, als ein Satz Reifen das ganze Jahr durch. Durch den häufigeren Wechsel sinkt der Reifenverschleiß deutlich und ich fahre den jeweiligen Satz bereits die 3. Saison. Willst du die „eierlegende Wollmilchsau“ ist ein Intermediat wohl am ehesten was für dich, denn bei unserem Wetter ist er über das Jahr verteilt in 80 – 90 % der Fälle die richtige Entscheidung. Ein weiterer Aspekt ist die Breite und die Dicke des Reifens. Im Downhill/Freeridebereich sollte man schon 2,5 Zoll Reifen (Achtung! 2,5 Maxxis entspricht 2,35 Schwalbe) mit 2Ply, also verstärkter Karkasse fahren. 2,7 Zoll oder mehr ist zu breit und schwer, denn das mehr an Gewicht musst du jedes mal beschleunigen. 2,35 Zoll und 1Ply ist wirklich nur Leichtgewichten oder Fahrern mit sehr sauberem Fahrstil zu empfehlen. Im Endurobereich ist dies klar von Vorteil, denn die Geschwindigkeiten sind deutlich langsamer und bergauf spart man pro Reifen ca. 300 Gramm!!! Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gummimischung. Je weicher die Mischung, je besser ist der Grip, jedoch desto höher ist der Verschleiß. Hier sollte man aber nicht soviele Kompromisse eingehen und folgende Kombo fahren. Vorne eine weiche Mischung für guten Grip und hinten die harte Mischung wegen dem geringeren Verschleiß. Man driftet, rutscht usw. eh meistens mit dem Hinterrad und somit ist auch der Verschleiß dort deutlich höher. Was man auch noch beachten sollte sind spezielle Vorderrad- bzw. Hinterradreifen. Generell macht es wenig Sinn einen Hinterradreifen vorne zu montieren und umgekehrt. Wenn man sich alleine das Profil von beiden anschaut, wird einem klar warum. Einige Downhillracer fahren vorne und hinten einen Vorderradreifen, was den Rollwiderstand nochmal verringert, aber dafür weniger Kraftübertragung bei Antritt nach sich zieht. Einige fahren auch Matschreifen im trockenen und schneiden in Handarbeit die Mittelstollen runter, damit diese bei trockenen Bedingungen nicht wegknicken. Für extrem schnelle Kurse gibt es auch noch Semislicks, also Reifen die nur Stollen an der Flanke zum Kurvenhalt haben. Du siehst das Thema Reifen ist recht lang und kompliziert. Was man fährt, entscheidet wohl der Geldbeutel und die persönlichen Vorlieben. Auch die Markenwahl ist von den persönlichen Vorlieben und Erfahrungen geprägt. Es gibt ja auch World Cup Teams die von Marke XY gesponsort werden und deren Fahrer mit Reifen der Marke YX unterwegs sind und das Logo mit Edding übermalt ist.
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Reviews: Bikes und Parts