| IXS German Downhill Cup 9-11. Juli. 2010 Rittershausen |
| Tuesday, 13 July 2010 21:12 |
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Sommermärchen
„36 Grad und es wird noch heißer, mach die Musik nie wieder leiser…“ Ganz im sinne dieses Songs verwöhnt uns das Wetter in ganz Deutschland seit Wochen und tagen. Dazu eine Fußball WM die nichts zu wünschen übrig lässt. Frankreich und Italien kickten sich schon in der Vorrunde raus, und England und Argentinien wurden von der deutschen Elf fürchterlich abgeklatscht. Der TSV Rittershausen hat wie kein Anderer deutsche Downhill Geschichte mitgestaltet. Als 1993 die erste deutsche Meisterschaft bei Mayen (RLP) ausgefahren wurde war auch die Geburtsstunde des „Rittersausens“ - zu Zeiten als die Racer noch vollkommen ohne Federung auskommen mussten. Von 2001 bis 2004 machte die Bundesliga ( ja – das gab es damals noch !) halt am 610 Meter hohen Eichholzkopf. Nach deren plötzlichen tot wurde dann der mountainbike rider Cup ausgefahren und seit 2006 ist der internationale IXS German DH-Cup hier am Start. Seit Anfang dieses Jahres zeichnet ‚ bike sport rittershausen e.V. verantwortlich - mit 46 aktiven Mitgliedern und 15 Lizenzfahrern! Mit einer neuen Streckenführung wurde der 1,7km lange und 240 Höhenmeter vernichtende Kurs DM fit gemacht. Statt der schon maroden Anlieger im oberen Bereich und bei der alten Ritterrutsche entstanden zwei neue Steilstücke. Der fragwürdige Zieldrop fehlte ganz. So entstand eine abwechslungsreiche Abfahrt mit schnellen Passagen und Sprüngen aber auch mit zwei sehr technischen Steilstücken. Gerade diese Passagen mit hängenden kurven, viel wurzeln und noch mehr Sand gaben immer wieder Anlass zu Kritik. Von ‚kein Flow’ bis ‚unfahrbar’ lautete der Kommentar. Gerade die Amateure hatten hier mangels Fahrtechnik und Ausdauer ihre Probleme. Ganz sicher war die neue strecke die anspruchsvollste im deutschen Rennkalender und unbedingt Meisterschafts-würdig.
6 Racer vom GravityPilots – „extra love“ Downhill Team waren am Start. Zusammen mit zwei befreundeten Fahrern und viel Anhang wurde bereits am Donnerstag großzügig Lager am See bezogen. Schon nach der Streckenbegehung war klar das die Strecke eine echte Herausforderung sein wird. Entsprechend sah dann die Strecke zum Seeding Run am Samstag auch aus, und änderte sich bis zu dem Finale ständig. Die alten Säcke waren wie immer als erste am Start. Dennis zeigte nicht nur das er Vater und Clown sein, Gitarre spielen und Modell Flugzeug fliegen kann. Auch Downhill beherrscht er. Im Finale mit einem Punkt, landete er in den Top Twenty ( Seeding 3:48 Platz 29 / final 3:38 Platz 20). Die Amateur Jugend war mal wieder am Besten vertreten – eine begrüßenswerte Tendenz. Mangels Rennerfahrung tat sich Pascal ziemlich schwer (Seeding 4:30 Platz 64 / final 4:11 Platz 56) aber Übung macht bekanntlich den Meister. Die bringt Mäxchen reichlich mit. Umso mehr ärgerte ihn das er im Steilstück im Finale nicht zurecht kam und wertvolle zeit mit seinen Klickies zu kämpfen hatte ( Seeding 3:23 Platz17 / Final 3:23 Platz 25). Die Lager-Kollegen aus dem Main-Kinzig-Kreis machten es besser. Thomas (Seeding 3:24 Platz 22 / Final 3:20 Platz 19) und Matthias (Seeding 3:39 Platz 39 / Final 3:19 Platz 19) landeten beide in den Punkte-Rängen. Die Herren waren am Ende nur noch mit Don-Sebastian am Start. Nach einem Platten nach dem Roadgap am Samstag und ohne Training und schmerzender Schulter am Sonntag konnte er nicht an die Ergebnisse von Winterberg anschließen (Seeding 4:22 Platz 106 / Final 3:38 Platz 3:38). Marcus hätte zwar die Chance auf eine Top 20 Platzierung gehabt, trat am Sonntag aber nicht an (Seeding 3:34 Platz 17 / Final dns).
Erst spät am Tag waren dann die Elite Herren auf der Piste. Hessischer-Vizemeister U 23 geht an die GravityPilots – Team „extra love“! Die große Überraschung war aber Joschua Hein mit seinem Platz auf dem Treppchen (2:47) während Max Bender enttäuscht nur Platz 9 belegte.
„Wer am schönsten in den Weiher-rein-springt-Wettbewerb“, oder einfach Lake Jump Contest genannt, gehört schon traditionell zum Spaß Programm am chilligen Badesee. Abkühlen mal anders – und sehr willkommen bei der Hitze. Max Kruse gehört nach meiner Meinung zum Gewinner gekürt. Ein Backflip und ein Barspin mit Bestnote – auch wenn es diesmal keinen Rahmen zu gewinnen gab. Außerdem konnte man sich noch für das parallele Rockkonzert oder für die Liveübertagung des Deutschlandspiels um Platz drei entscheiden – oder man blieb einfach am Lagerfeuer und Grill und genoss das Sommermärchen wie wir mit Freunden und Freundinnen. So chillig kann ein Rennwochenende sein. Klar machte die Hitze vielen zu schaffen und der Staub nervte – aber kaum auszudenken es hätte geregnet... |
| Last Updated on Wednesday, 14 July 2010 21:40 |




