Bericht von Oliver Wilhelm
Am Samstag den 17.10.2009 entschlossen sich 5 Gravity Pilots, trotz des doch mäßig schlechten Wetters, einen Abstecher nach Gudensberg zu unternehmen. Das dortige Rennen wird vom Amok-Racing Team dieses Jahr zum zweiten Mal ausgerichtet und durch den lokalen Bikeshop unterstützt. Es ist eine offizielle Strecke des Vereins, welche durch die Amok-Racer Top in Schuss gehalten wird! Auf der Fahrt nach Gudensberg war die gute Stimmung bereits vorhanden – mit dem anhaltenden Regen hatten wir kein Problem – solange an Tankstellen hautenge Lederschirmmützen (im blue Oyster bar look) getragen werden, musste das Wetter besser werden, so unsere Hoffnung. In Gudensberg, auf einem Parkplatz unweit der Strecke, begannen sich Max, Andi, Sepp, Lars und Olli in Schale zu schmeißen. Bei gefühlten 0°C eine wahre Freude. Als dann noch Pascal mit seinem Bruder Marcel (letzterer ohne bike) um die Ecke kam waren wir damit eine beachtliche Truppe. Auf den ersten Metern der Strecke wurden unsere Befürchtungen bestätigt. Die 600 Meter lange Strecke die durch Stein und Wurzelpassagen führte, war mit einem Schmierfilm überzogen. Zusammen gingen wir die Strecke ab und suchten nach der besten Linie, bei diesen Verhältnissen. Die kurze Strecke hatte es unter diesen Wetterbedingungen also in sich. Das mussten Andi und Olli leider auch feststellen. Olli dessen Pedal einen Stein tuschierte und die dort stehende Tanne im Reifenmantel austestete und Andi, der sich im Steinfeld, Ritzel und Bashguard zerstörte. Andi konnte nach dem Defekt leider das Rennen nicht fortsetzen, schade, denn er kam gut vorwärts. Danach unterstützte er aber mit unserem Präsidenten Sepp und Marcel die Piloten vom Streckenrand aus und feuerten diese kräftig an! Max kam gut zurecht und klärte das Raodgap und den Zielsprung, einer guten Zeit stand also nichts im Wege. Lars war auch super flott unterwegs, hatte allerdings ein Handicap: Sprungverbot für Roadgap und Zielsprung sonst Todesstern! Hatte aber für den ersten lauf einen verwegenen Plan. Zur Strecke: Der Startturm war eine Northshore Rampe, die auf einem Fels installiert war. Von dort aus ging es über einen kleinen Drop auf ein Plateau, auf einem Kamm Richtung erstem Double, in einen Anlieger, zum nächsten Sprung in eine Felspassage, kleiner Sprung zu einer mit Wurzeln durchzogenen Kurve über einen Steinteppich zum nächsten Double (Hipjump). Dann in das Steinfeld (hierzu nachher mehr) und Richtung Roadgap, in eine Anliegerbatterie mit kleinen Sprüngen und nach einer Kurve ohne Alles, zum Jump-Anlieger-Anlieger, der einem zum Ziel und einer durchaus Respekt einflößenden Double-Zielsprungkombi ausspuckte. Nach dem letzten Probelauf sollten die Wertungsläufe also beginnen. Der Sprecher kündigte den ersten Starter an und wir wartete und auf die erste Zeit des Tages. Die Frage „Wo ist eigentlich?“ Pascal sollte somit auch beantwortet werden. Als Starter Nummer eins legte er mit Umfahrung aller Hindernisse eine Zeit von 1:14 hin. Die schnellste Zeit der Locals war bei Trockenheit, bis Dato mit 59 Sekunden genannt, also für das erste Mal bei dieser Witterung, nicht schlecht. Danach kam Lars mit einer 1:06 und der kleine Max mit einer 1:05 ins Ziel, gefolgt von Olli mit einer 1:09. Für den zweiten Lauf nahmen sich alle eine Steigerung vor, was auf der rutschigen Strecke natürlich auch Risiken mit sich brachte. Also kurze Pause und dann ab aufs Shuttle, Lars ging als erstes auf die Reise, rutschte im Steinfeld weg und konnte so seine Zeit leider nicht mehr verbessern. Hieran war wahrscheinlich auch sein verwegener Plan im ersten Lauf schuld, als er 20 Meter vor der Zeitnahme aufhörte zu pedalieren, um die Zuschauer mit seiner lässigen Sitzposition zu beeindrucken ;-). Max bestätigte seine Zeit, genau wie Pascal. Olli konnte sich mit einer Sprinteinlage auf 1:05 verbessern. Alles in allem ist zu sagen, unser Ziel gesund nach Hause zu kommen und einen guten Tag zu erleben ist 100% aufgegangen. Wir konnten die Gravity Pilots weiter bekannt machen, Kontakte pflegen, Ideen und Erfahrungen sammeln. Ein kleines, aber feines Rennen, welches wir im nächsten Jahr bestimmt wieder besuchen werden.
Fotos: www.un-heimlich.de Danke an Andreas Reitmeier
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