Mattes zum Ritter geehrt
Bericht von Ulrich Berghäuser Sommer, Sonne, Racing pur. Alle Jahre wieder lockt das älteste Downhill Rennen scharenweise die Bergabfraktion in den Wald von Rittershausen. Und auch dieses jahr war es ein wirklich cooles Wochenende. Zwar verwandelte ein kurzes unwetter mit Hagel und Starkregen die Piste am Freitag in Schlamm, aber drüben am Stausee hat das gar keiner mitbekommen. Da gab man sich am Abend eher dem Ffeiern hin. Lake jump - wer diese New School Disziplin bis jetzt noch nicht ausprobiert hatte konnte sich dann beim Ritterbad auf der Strecke im Schlamm suhlen. 
Doch der Pool war deutlich entschärft. Zwei Bretter machten den Chickenway zur vielleicht sogar schnelleren Alternative. Auch das nicht ungefährliche Drop in den Steilhang davor wurde gesperrt und durch ein sperriges Wurzelstück ersetzt - wehe wenn es hier richtig geregnet hätte... Auch der verletzungsträchtige Sprung über den Bach hatte man durch eine verlängerte Waldpassage ersetzt und sich somit zudem den langen Asphaltweg gespart. Weiter oben gabs dann noch ein paar Wurzeln mehr als sonst, was die Strecke schön technisch machte.

Gesichert hatte sich das GP Team ein grosses Lager auf der Seewiese, verstärkt duch ein paar Freunde aus Limburg und Boppard. Trotz 10 statt bisher 8 Shuttle Fahrzeuge gab es mal wiederl Engpässe - schaut man sich die Teilnehmerzahlen der Hobbyklassen an, so wundert das nicht. Richtig unmöglich wurde dann aber leider das Lizenz Training am Sonntag. Der amtierende senior Weltmeister van de Haterd (im Seeding Platz 1 mit 6 sec Vorsprung) verletzte sich am Beginn des Steilstückes so schwer, daß das Training für längere Zeit unterbrochen wurde und, da kein Notarzt mehr an der Strecke war, sogar abgebrochen werden musste. Das einzig Gute an dem Unglück wird wohl sein, dass er sich jetzt ausgiebig um den jungen Nachwuchs kümmern kann. Gute Besserung wünschen wir dem netten Sportler jedenfalls. 
Nicht so schlimm erging es den GP Piloten. Niklas zerlegte zwar seine Gabel, sein Laufrad und sein Knie, Mäxchen u.A. seine Schulter. Laufrad und Bremsscheibe konntn dagegen mit Andys Gewalt gerichtet werden, während Toby mit dicker Wade die wiesse Fahne zeigte. Überhaupt wurde allerhand geschraubt und gedremelt an diesen Tagen, die Strecke forderte ihren Tribut. Held des Renntages war wohl Matze (free Men), der es sich nach platz 20 im Seeding auf dem Red Bull Hot Seat bequem machte und bis zu seinem Sieg zittern durfte (Seeding 20 2:45 / Final 1 2:31,984) Das Schwert gehört dir,Respekt! Zweit Schnellster des Tages war Birk (elite Men), der nach seinem undankbaren 4. Platz in der Hessenmeisterschaft am Samstag nicht viel zulegen konnte ( Seeding 30 2:32,541 / Final 46 2:32,196). Im letzten Jahr konnte er hier den Sieg bei den free Junioren erringen, und hätte bei den free Men mit Matze auf dem Treppchen gestanden. 
| Olli | Tobi | Mattes und Birk |
Christian (free Junior) war im Seeding ausgeschieden konnte aber im Rennen doch starten und zeigen was man in Boppard so alles lernt ( seed 0 0 / Final 24 2:50 ). Der grosse Max (free Senior), offensichtlich auf dem Weg die Presse zu unterwandern, konnte seine seeding Zeit, nicht aber seinen Platz verbessern( Seeding 17 2:58 / Final 23 2:54). Der Boden war am Sonntag wirklich abgetrocknet und so waren bessere Zeiten gefragt. Oliver (free Junior), mit seinen 14 Jahren der jüngste und kleinste Racer der Truppe, verbesserte sich um satte 14 Sekunden ( Seed 49 3:17 / Final 50 3:03), so soll's sein. Gar nicht zurecht mit den vielen Sprüngen und Wurzeln kam Andy (free Senior), dem noch der Eine oder Andere Crash in den Konchen steckt - Thale kommt ja noch...( Seed 35 3:23 / Final 35 3:11 ) Nicht wiederholen konnte Mäxchen (harttail u19) seinen Triumph von Winterberg und musste sich angeschlagen mit dem letzten Platz begnügen (Seed 6 4:33 / Final 6 3:40).
Bleibt noch zu erwähnen, daß der gute Benny Strasser, der zur Zeit auf internationalen Pisten die deutsche Flagge hoch hält, sich nur auf platz 6 (2:24) wiederfindet - fast zeitgleich mit dem deutschen Meister Andre Wagenknecht, Andreas Krieger, Dominik Mai und Max Bender, die auf den starken rängen 7, 8, 10 und 11 einbombten. Der Sieger Andreas Sieber (2:18) - geheilt von der Verletzung - meldete sich eindrucksvoll mit über 2 Sekunden Vorsprung auf Erik Irmisch (2:20) zurück. Abgesehen von den Kollateralschäden war das wiedermal ein richtig schönes und spannendes Wochenende - und so schön nah. Wir kommen wieder - im nachsten Jahr. Dann wird hier sogar um den Titel des deutschen Meisters gefighted! <
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